Bibelarbeiten im Jubiläumsjahr
Bistum. "1200 Jahre Bistum Münster, eine Liebesgeschichte" – wenn eine Liebesgeschichte so lange dauert, kann sie nicht auf den Möglichkeiten von Menschen, sie muss auf den Möglichkeiten Gottes gründen. Insofern ist es ein Ausdruck der Hoffnung und des Glaubens, wenn das Bistum Münster sein 1200-jähriges Bestehen unter dieses stellt.
Die Werbestrategen haben die Bistumsleitung gut beraten: Das Wort lässt aufhorchen, es löst Widerspruch aus und schafft Zustimmung weit über die Grenzen der Stammgemeinden hinaus. Die Plakataktion im Nachgang zum Wahlkampf hat ihren Teil dazu beigetragen, christliche Liebesparolen unters Volk zu bringen.
Aber wenn die Aktion mehr als nur ein Werbegag ist, setzt sie eine ernste Auseinandersetzung damit voraus, was eigentlich den Namen der Liebe verdient. Was ist ein glückliche – und was eine unglückliche Liebesgeschichte. Welche Rolle spielt Gott und welche Rolle spielen die Menschen? Welche Formen der Liebe gibt es?
Im Deutschen kann das Wort "Liebe" alles Mögliche bedeuten: vom Sex bis zur Mystik, von der Verantwortung der Eltern für ihre Kinder bis zum Zusammenhalt von Freundinnen und Freunden, von der Hingabe an eine Aufgabe bis zur Freude am Studium, an der Arbeit, an einem Hobby. In anderen Sprache, zum Beispiel im Lateinischen und Griechischen, unterscheidet man schon in der Wortwahl stärker zwischen verschiedenen Formen der Liebe.
Was Liebe in Wahrheit bedeutet, was sie bedroht und was sie beflügelt – davon erzählt und darüber meditiert auf vielen Seiten die Bibel. Sie ist das Buch der großen Liebe Gottes zu den Menschen. Sie ist auch das Buch großer und kleiner Menschen, die von unbändiger Liebe zu Gott getragen sind und in einer derart intensiven Weise leben, dass sich bestätigt, was der Apostel Paulus schreibt: "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gedrungen ist, das hat Gott denen bereitet, die ihn lieben" (1Kor 2,9).
Es sind in der Bibel des Alten und des Neuen Testaments dieselben Menschen, die zur Nächstenliebe und zur Feindesliebe finden – über alle Grenzen des Glaubens, des Geschlechts, der Nationalität hinweg.
"kirchensite" stellt in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bibelwerk im Bistum Münster in der Rubrik Bibelarbeiten im Jahr des Bistumsjubiläums zwölf Liebesgeschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament vor. Es ist nur eine ganz kleine Auswahl, aber es ist eine Auswahl, in der die Freundesliebe und die Elternliebe, die Gottes- und die Christusliebe, die Liebe zur Weisheit und zur Kirche deutlich werden, auch die Liebe zwischen Mann und Frau.
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